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Über mich

Ich bin Komponist, Musikproduzent und Arrangeur an den Schnittstellen von Popmusik, zeitgenössischer Komposition und angewandter Musik. Meine Arbeit verbindet atmosphärische Dichte mit melodischer Klarheit und bewegt sich bewusst zwischen Fasslichkeit und Experiment.

Geprägt von klassischer Ausbildung, Popproduktion und interdisziplinären Projekten entwickle ich Musik und Klänge für Bühne, Räume, audiovisuelle Medien und neue Formate.

Meine besondere Stärke liegt darin, komplexe musikalische und organisatorische Prozesse zu bündeln und so Ideen in eigenständige Werke mit ausdrucksstarker Klangsprache zu überführen. 

die ganze Geschichte

Musik ist für mich seit frühester Kindheit das Objekt eines starken inneren Schaffensdrangs. Ich suchte nach eigenen Klangwelten, improvisierte, komponierte und experimentierte – meist autodidaktisch und genreübergreifend. Ich lernte Klavier und Gitarre, später Charango, und nutzte die Instrumente um neue Möglichkeiten des musikalischen Ausdrucks zu erkunden.

Aufgewachsen bin ich zwischen sehr unterschiedlichen musikalischen Welten: den Hard-Rock-Platten meines Vaters, Musical-Songs aus dem Zimmer meines Bruders, Beethoven-Sinfonien auf dem Discman meines Großvaters und dem Alternative Rock und Crossover, den ich mit Freund:innen hörte. Diese Vielfalt prägt meine musikalische Sprache bis heute – ebenso wie mein Interesse an der Verbindung scheinbar gegensätzlicher Stile.

Mich interessiert die Verbindung scheinbar gegensätzlicher musikalischer Welten.

Schon im Klavierunterricht legte ich früh die Noten beiseite und begann, eigene Stücke zu improvisieren und festzuhalten. Daraus entwickelte sich eine Doppelspur, die mein Arbeiten bis heute bestimmt: klassische Komposition auf der einen Seite, Musikproduktion auf der anderen. Während der Schulzeit komponierte ich für Kammerensembles, Orchester und Jazz-Combos und veröffentlichte in den Folgejahren mit meiner Band Tonic Tales Singles und 2 EPs zwischen Progressive Metal, Alternative Pop und Filmmusik.

Diese Vielseitigkeit setzte sich im Studium fort. Im Bachelor Musikdesign an der Hochschule für Musik Trossingen verband ich freie künstlerische Arbeit mit angewandter Musik. Der Master Populäre Musik an der Popakademie Baden-Württemberg vertiefte meinen Fokus auf Musikproduktion und Komposition für Popkontexte. In meiner Masterarbeit untersuchte ich den Einfluss Künstlicher Intelligenz auf die Musikproduktion – ein Thema, das meine Auseinandersetzung mit zeitgenössischen Produktionsweisen bis heute begleitet.

Inhaltlich bewege ich mich an den Schnittstellen von Popmusik, zeitgenössischer Komposition und angewandter Musik. Charakteristisch für meine Arbeiten sind atmosphärische Dichte, melodische Eingängigkeit und ein bewusstes Wechselspiel zwischen Fasslichkeit und Experiment.

 

Wie lassen sich neue Ausdrucksformen entwickeln, ohne die emotionale Zugänglichkeit von Musik zu verlieren?

Ein zentrales Projekt meiner bisherigen Laufbahn ist das Bühnenformat "NONAME – Fragmente eines Sommers" (2022). Über einen Zeitraum von zweieinhalb Jahren entwickelte ich mit meinen Projektpartner:innen ein Bühnenerlebnis, welches Musik, Videoeinspielungen und narrative Texte zu einem Gesamtwerk verband. Hier verdichteten sich viele Aspekte meines Arbeitens: Komposition und Produktion, konzeptionelles Denken und künstlerische Handschrift, Struktur und emotionale Offenheit.

​Zentraler Antrieb in all meinen Projekten ist die Suche nach dem Besonderen.

Auch darüber hinaus suche ich immer wieder neue Verbindungen zwischen Klang, Raum und Medium. So wurde meine Klangcollage "Zoo" für den 47-kanaligen Klangdom des ZKM im Rahmen des Festivals Next Generation 2019 aufgeführt. In der Kunsthalle Mannheim war eine kammermusikalische Co-Komposition von mir und zwei Kommiliton:innen als VR-Exponat zu sehen – eine musikalisch-tänzerische Interpretation von Rudolf Bellings Skulptur Dreiklang. Für die interaktive Performance "Do You? | Like Me!" (PATHOS Theater München, 2023) entwickelte ich das musikalisch-klangliche Konzept, komponierte die Musik und verantwortete die Tonregie.

Neben meinen klassischen und elektronischen Arbeiten hatte ich immer das Privileg, mit internationalen Musikkulturen in Berührung zu kommen. Ein Studienaufenthalt in Shanghai führte zur Komposition des Werks „Uneasy“ für Pipa, Bratsche und Klavier, das ich in einer audiovisuellen Performance (2018) an der Tongji-Universität aufführte. In der langjährigen Zusammenarbeit mit dem chilenischen Künstler Victor Rodriguez vertiefte ich mich in die Tradition der Nueva Canción und deren politische wie musikalische Ausdrucksformen.

Ich verbinde Neugier mit gestalterischer Klarheit und mache komplexe Prozesse überschaubar.

Heute arbeite ich als Komponist, Musikproduzent und Arrangeur an der Schnittstelle von künstlerischer Eigenarbeit und angewandten Projekten. Mein Ansatz verbindet Neugier mit gestalterischer Klarheit und einer Arbeitsweise, die komplexe Prozesse überschaubar macht. Durch meine vielseitige Ausbildung und Projekterfahrung kann ich unterschiedliche Rollen zusammenführen – von der Idee über die Umsetzung bis zur finalen Produktion.

So entstehen Arbeiten, die stilistische Grenzen überschreiten, dabei aber immer auf Klarheit, Qualität und emotionale Wirkung setzen.

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